Ahe-Hammer

Industriedenkmal





Ahe-Hammer

Technik
Im Inneren der Schmiede sind die beiden historischen „Schwanzhämmer“ erhalten, die heute bei Vorführungen im Schaubetrieb eindrucksvoll deutlich machen, wie hier mit Hilfe der Wasserkraft der Schmiedeprozess ablief. Heute wie damals wird das Wasser der Schwarzen Ahe im Hammerteich gestaut, der sich direkt hinter dem Gebäude befindet. Durch Flutkästen stürzt das Wasser auf zwei oberschlächtige Wasserräder von etwa drei Metern Durchmesser. Eines der Räder  erzeugt dabei mit einer Kolbenpumpe Wind für die Essen, das andere Rad treibt über ein Getriebe die Hammerwelle, das kostbarste Stück des Hammers, an. Die auf der  Welle angebrachten „Kammen“ schlagen das mit dem eisernen Helfband bewehrte Ende des Hammerstiels (Hammerhelf) nach unten, wo er auf den im Riedwerk verankerten Stößel trifft, von dort abprallt und wieder in die entgegengesetzte Richtung beschleunigt wird. Durch das abrupte Abbremsen baut sich im Hammerhelf eine Federspannung auf. Der Hammerkopf wird zunächst nach oben gedrückt und schnellt durch den Abprall des Hammerhelfs vom Stößer, durch sein Eigengewicht und durch die Rückfederung des Hammerhelfs auf das im Amboss verankerte „Geschläge“ bzw. auf das Schmiedegut. Mit dieser Technik konnte der Hammer bis zu 200 Schläge pro Minute ausführen. Bei heutigen Vorführungen wird dieser Prozess anschaulich gemacht, indem ein glühendes Stück Eisen mit dem Hammer geformt wird.