Ahe-Hammer

Industriedenkmal





Ahe-Hammer



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Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein wurde in der Schmiede des Ahe-Hammers der „Märkische Osemund“, eine hochwertige, zähe und gut schmiedbare frühe Stahlsorte hergestellt. Wegen seines  geringen Kohlenstoffanteils, der hohen Dichte und des guten Reinheitsgrades war der Märkische Osemund gut umformbar und daher besonders für die Herstellung von Draht geeignet, der vorwiegend in den Städten Lüdenscheid, Iserlohn und Altena produziert wurde. Daneben wurde er in die gesamte damals bekannte Welt exportiert. Lange Zeit war der Osemund Monopol und Markenzeichen des Süderlandes.
Neben dem  Draht-Osemund in Form von Stäben mit (ca.) 2 cm Durchmesser, 2,2 m Länge und 5 kg Gewicht wurde der qualitativ nicht ganz so hochwertige Knüppel-Osemund, das Ausgangsmaterial für die Weiterverarbeitung auf Raffinier- und Reckhämmern, hergestellt. Nach Einstellung der Osemundproduktion wurden im Ahe-Hammer hauptsächlich Zieheisen für die Drahtindustrie sowie andere Schmiedeteile wie Breitewaren (Sensen, Schaufeln, Sägeblätter) produziert.