Ahe-Hammer

Förderverein Osemunddenkmal Ahe-Hammer Herscheid/Werdohl e.V.




Historische Ofentür trifft High-Tech-Werkstoff
Über 140 Jahre hatte die Ofentür der Esse im Ahe-Hammer ihre Dienste geleistet und dabei Temperaturen von unter 0 °C bis zu 1000 °C standgehalten. Die teils sehr feuchte Atmosphäre im Ahe-Hammer sowie die im Betrieb erzeugten heißen, schwefel- und kohlenstoffhaltigen Verbrennungsgase von Kohle und Koks haben ihr über die Jahre mit Korrosion und Oxidation stark zugesetzt. Thermische Spannungen sorgten zuletzt dafür, dass die geschwächte Struktur Risse bekam und zerbrach. Als Ersatz kommt jetzt eine Platte einer speziell für Hochtemperaturanwendungen und den Ofenbau entwickelten Nickellegierung zum Einsatz. Der hohe Nickel- und Chrom-Gehalt sowie kleinere Zugaben an Aluminium, Yttrium und Zirkonium sorgen für eine sehr gute Korrosions- und Oxidationsbeständigkeit. Zur guten Warmfestigkeit trägt ein für Nickellegierungen relativ hoher Kohlenstoffanteil bei. Um den Charakter der Esse zu erhalten wurden die Reste der alten Ofentür auf die neue Platte montiert. In 140 Jahren kann man dann feststellen, ob der neue High-Tech-Werkstoff sich ebenso bewährt haben wird wie das Material der alten Ofentür.